Meine Meinung als Mensch mit Typ-1 Diabetes wurde zensiert

Ich habe mich stark gemacht für Menschen mit Typ-1 Diabetes — und meine Meinung wurde zensiert.

Es geht um ziemlich genau die Frage, die wir uns in diesem Monat als Schwerpunkt setzen: Diabetes + Abhängikeit (inbesondere von Technologien).

In einer Sendung im Radio wurde das Thema Smartphones in der Schule behandelt, in der Silke Müller ein neues Buch zum Thema vorstellen sollte. Weil die Sendung „Fragen an den Autor“ heisst, habe ich angerufen, um eine Frage zu stellen. Ich sagte, ich müsste aber auch zum Kontext meiner Frage einiges sagen, und darauf hin wurde mir gesagt, ich sollte das kürzen (oder ich dürfte meine Frage gar nicht stellen).

Ich habe es drastisch verkürzt und erneut angerufen. Ich habe die Frage erneut gestellt, und sie wurde dennoch zensiert.

Hier ist die gekürzte Fragestellung, die trotzdem nicht gefragt werden durfte:

Sie adressieren eine Riesen-Problematik, und ein simpler Lösungsansatz könnte Deutschland eventuell noch weiter in den Rückstand versetzen als es ohnehin schon ist. Ich werde später heute die Weite dieser Problematik auf europa.politics.blog kurz darstellen.

Dennoch: Sie sollten bedenken, dass Smartphone-Technologien in manchen Fällen aus medizischen Gründen angewendet werden. Ich selber leite die Selbsthilfegruppe im Saarland für erwachsene Menschen mit Typ-1 Diabetes, „Die Glyklichen“. Typ-1 Diabetes tritt in den meisten Fällen bei Kindern und Jugendlichen auf, und wird heutzutage sehr oft mit Hilfe von Smartphone-Technologien (also mit sogenannten „Apps“) behandelt. Ich selber bin eher kritisch zu dieser Entwicklung eingestellt, aber ich bin auch besorgt, dass wenn Smartphone-Technologien einfach pauschal verboten würden, dass dadurch Kinder und Jugendliche von diesen medizinischen Anwendungen ausgeschlossen würden.

Können Sie sich vorstellen, die Kenntnisse von Kindern und Jugendlichen zum Thema Internet noch intensiver voranzutreiben?

europa.politics.blog/2023/08/06/silke-muller-wir-verlieren-unsere-kinder

Als Quellenangabe habe ich nun die etwas umfangreichere Version angegeben, die ich (wie gesagt) bei europa.politics.blog veröffentlicht habe.