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Treffen @ KISS am Dienstag, den 06.10.2026 (18 Uhr): Hin und wieder normal, hin und wieder abnormal

Wenn wir normale Tage haben, dann ist das nicht nur ein Grund zu feiern (falls wir dabei auch einigermassen normale Blutzucker-Werte haben), sondern auch weil wir damit rechnen könnten (und sollten), dass auch abnormale Tage (und auch abnormale Werte) passieren können.

Normal ist ja ein sehr dehnbarer Begriff. Wenn jemand für so-und-so viele Sekunden die Luft anhalten kann, dann könnte man das vielleicht als normal für den Zeitraum nennen … aber auf langer Frist wäre das ja nicht normal. Es wäre auch bestimmt falsch zu behaupten, dass normal ein stetiger Zustand sein könnte. Normal und abnormal gehören genauso zueinander wie Tag und Nacht.

Und so könnten bzw. sollten wir wohl auch über abnormale Zeiten zufrieden sein, insofern als sie unsere Zufriedenheit mit normale Zeiten steigern können bzw. sollten.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Normal_distribution

Treffen @ KISS am Dienstag, den 01.09.2026 (18 Uhr): Chillen und Killen

„Chillen“ und „Killen“ sind im Grossen und Ganzen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt — aber da ist ein Aspekt aus dem Englischen, der scheinbar kaum oder gar nicht mit übersetzt wird: der Begriff vom extrem starken Sieg (siehe insbesondere oben „Killing It!)

Man könnte wohl auch „chilling“ und „killing“ als zwei Endpunkte auf einer Gradlinie zwischen wenig Stress versus viel Stress sehen (wobei in diesem Sinne nur der „gute Stress“ einer extrem hohen Leistung gemeint wäre).

Wenn wir durch technische Fortschritte (z.B durch CGM) nun eine enorm gute Leistung erlangen können, dann sollten wir nicht ausser Acht lassen, dass das auch eine erhöhte Stress-Belastung bedeuten kann … bzw. dass dadurch ein sonst „normaler“ Level an Stress vielleicht eher zu einer Überforderung führen kann.

Darüber hinaus, sollten wir auch anerkennen, dass über eine lange Zeit eine ausserordentlich hohe Leistung zu erbringen kaum machbar ist. Wir sollten vielmehr erwarten, dass lang anhaltende Perioden von extrem hoher Leistung hin und wieder durch Phasen geringerer Leistung unterbrochen werden … sollten. Wenn wir das nicht machen würden, dann würden Gefahr laufen, hin und wieder mal zu entgleisen (was unter Umständen viel problematischer sein könnte als nur ab und zu etwas kulanter die erfordliche Leistungen nur ein kleines Bischen zu reduzieren).

Wie bringen wir alle Glyklichen gemeinsam und gleichzeitig in den grünen Bereich? Beim Treffen (am 04.08.2026 ab 17:30 Uhr) im G-Garten!

Wie vom Diagram leicht zu erkennen ist, dürfte es keine Schwierigkeit geben, die gesamte Gruppe im grünen Bereich zu finden:

Die Wetter-Vorhersage gibt ausserdem zu hoffen, dass die Hitze der kommenden Tage bis nächste Woche schon wieder abgeflaut ist.

Alle andere Einzelheiten wurden schon allen Teilnehmern mitgeteilt, und wer ausserdem noch Fragen hat, kann ja auch noch anrufen.

Also vom medizinischen abgesehen, sollte jeder einfach eine ausreichende Menge guter Laune mitbringen! 😀

Treffen @ KISS am Dienstag, den 07.07.2026 (18 Uhr): Pseudo-Autonomie

Erstens: ich habe den Begriff „Pseudo-Autonomie“ (oder „Pseudoautonomie“?) neulich gehört, und fand diesen Begriff einfach vollkommen SUPER, wahrscheinlich weil es sich nur so anfühlte, als könnte dieser Begriff auf dem, was ich vor einiger Zeit erfahren habe, zutreffen. Also obwohl ich diesen Begriff viellleicht nur kaum andeutungsweise erahnen kann, werde ich ihn einfach vollkommen naiv benutzen, als würde ich genau wissen, worum es dabei handelt.

Quelle: https://dataconomy.com/2023/03/09/what-is-autonomous-artificial-intelligence

Ich beschreibe mal kurz, was ich neulich erfahren habe. Ich war in einem Raum, zusammen mit vier anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes, und war dabei etwas zu besprechen was mir persönlich sehr wichtig erscheint (es ging ganz grob darum, wie mit Fällen von Hypoglykämie umzugehen). Erstaunlicherweise (für mich) waren die anderen vier scheinbar alle der Meinung, dass ich Kauderwelsch reden würde (und ich war zu dem Zeitpunkt nicht im Unterzucker!). Ich habe die Sache irgendwann ganz einfach sein lassen, denn ich hatte eigentlich wenig Interesse daran mit irgendjemand darüber zu debattieren. Witzigerweise stellte sich im anschliessenden Gespräch heraus, dass all vier andere Personen schon mal ein Fall von Unterzucker erlebt haben, in denen sie nicht ohne fremde Hilfe weiterkamen (jedenfalls haben sie fremde Hilfe bekommen und haben diese auch angenommen). Haben sie in diesem Fall autonom gehandelt?

Obwohl das schon eine interessante Frage ist, ist das aber noch nicht die interessant Frage, die mir in diesem Moment vor Augen schwebt.

Was mich im Moment interessiert ist: Was ist in dieser Beziehung eigentlich das Ziel einer (bzw. unserer) Selbsthilfegruppe? Wir haben eine recht grosse Selbsthilfegruppe, wenn man betrachtet, wie viele Menschen wir schon geholfen haben, mit ihrem Typ 1 Diabetes erfolgreich selbständig leben zu können. Einige, vielleicht sogar die Mehrzahl, kommen inzwischen so gut klar mit ihrem Diabetes, dass sie nicht mehr in jedem Monat Hilfe und Unterstützung brauchen.

Vielleicht fühlen sich mancher unserer „Absolventen“ autonom. Vielleicht glauben einige Menschen, sie seien „vollkommen“ selbständig. Jedoch ist gar niemand tatsächlich vollkommen selbständig. Wir sind alle von vielen verschiedenen Umständen abhängig. Ohne Luft kann niemand atmen. [1]

Vielleicht sollte es vielmehr ein Ziel unserer Selbsthilfegruppe sein, uns darüber mehr klar zu werden, von welchen Sachen wir tatsächlich abhängig sind — und vielleicht soger sein wollen! Vielleicht sollten wir mehr darüber nachdenken, wie wir uns gegenseitig helfen können (und weniger darüber nachdenken, wie wir von einander unabhängig werden könnten).

[1] Für mehr hierzu, siehe auch „Inter-Reliance, Self-Dependence & Responsibility“ [ https://socio.business.blog/2022/12/03/inter-reliance-self-dependence-responsibility ]

Treffen @ KISS am Dienstag, den 02.06.2026 (18 Uhr): Kümmern oder nicht Kümmern … sowohl im Urlaub als auch im Alltag

In jedem Moment (ob im Urlaub oder im Alltag oder wann auch immer) lenken wir unsere Aufmerksamkeit.

Wir können unsere Aufmerksamkeit etwas (z.B einen Kummer) zuwenden oder davon ablenken.

Solche Entscheidungen machen wir andauernd.

Dafür ist auch niemand als wir selber verantwortlich!