Treffen @ KISS am Dienstag, den 01.09.2026 (18 Uhr): Chillen und Killen

„Chillen“ und „Killen“ sind im Grossen und Ganzen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt — aber da ist ein Aspekt aus dem Englischen, der scheinbar kaum oder gar nicht mit übersetzt wird: der Begriff vom extrem starken Sieg (siehe insbesondere oben „Killing It!)

Man könnte wohl auch „chilling“ und „killing“ als zwei Endpunkte auf einer Gradlinie zwischen wenig Stress versus viel Stress sehen (wobei in diesem Sinne nur der „gute Stress“ einer extrem hohen Leistung gemeint wäre).

Wenn wir durch technische Fortschritte (z.B durch CGM) nun eine enorm gute Leistung erlangen können, dann sollten wir nicht ausser Acht lassen, dass das auch eine erhöhte Stress-Belastung bedeuten kann … bzw. dass dadurch ein sonst „normaler“ Level an Stress vielleicht eher zu einer Überforderung führen kann.

Darüber hinaus, sollten wir auch anerkennen, dass über eine lange Zeit eine ausserordentlich hohe Leistung zu erbringen kaum machbar ist. Wir sollten vielmehr erwarten, dass lang anhaltende Perioden von extrem hoher Leistung hin und wieder durch Phasen geringerer Leistung unterbrochen werden … sollten. Wenn wir das nicht machen würden, dann würden Gefahr laufen, hin und wieder mal zu entgleisen (was unter Umständen viel problematischer sein könnte als nur ab und zu etwas kulanter die erfordliche Leistungen nur ein kleines Bischen zu reduzieren).

Treffen @ KISS am Dienstag, den 07.04.2026 (18 Uhr): Zucker Zocker

Manche Menschen mit Typ-1 Diabetes werden richtig süchtig danach, den Zucker vollkommen (also etwa — bzw. bestens — zu 100%) zu kontollieren.

Aber sogar die „Fachleute“ geben zu, dass solch eine Kontrolle kaum möglich ist. Im Beitrag „Glyk-Spiel“ [ glyk.de/treffen-kiss-am-dienstag-den-07-01-2025-18-uhr-glyk-spiel ] haben wir schon darauf hingewiesen.

Glyk-Spiel

Doch wie wir auch immer wieder bei unseren Treffen betonen: Jeder sollte seine eigene Ziele machen.

Hoffentlich werden die Technologien, die uns zur Verfügung stehen, immer besser, sodass wir immer mehr präzise im Protokollieren (und dadurch auch im „Zielen umsetzen“) werden können. Denn nur wenn wir ganz spezifische Fälle „unter die Lupe“ untersuchen können, können wir die entsprechende Handlungen, die sich für die entprechende Fälle eignen, quasi „wissenschaftlich“ anwenden.

Wenn wir weiterhin in enger Bezeihung zu den Herstellern von Technologien stehen, bin ich zuversichtlich, dass wir auch weiterhin gute Fortschritte machen können.

Treffen @ KISS am Dienstag, den 07.10.2025 (18 Uhr): Wie das Leben in komplexen Situationen (mit Diabetes mellitus Typ 1) etwas einfacher zu machen

Das Leben kann recht komplex sein, und viele Dinge können es darüber hinaus noch weiter komplizieren.

Neulich habe ich (erneut) erfahren, wie man sich eine Krücke bauen kann, bzw. sich es (die Komplexität einer Situation) etwas leichter machen kann. Man versucht, die Sache zu verkleinern (siehe hierzu auch meinen eigenen Beitrag zu einer gewissermassen ähnlichen Situation, allerdings auf Englisch: „15 Minutes (of Fame or Failure)“ [ https://socio.business.blog/2025/09/27/15-minutes-of-fame-or-failure ] ). Wenn man sich lediglich auf einen kurzen Zeitraum konzentriert — z.B. auf nur die Situation in diesem Moment — dann ist die Aufgabe vielleicht viel einfacher, als wenn man eine Entscheidung für das gesamte Leben machen würde.

Ein Weg, wie man das direkt bezogen auf Diabetes machen kann, ist sich auf einen kurzen Zeitraum sich konzentriert — also etwa: „Wie ist mein Diabetes in diesem Moment?“ Die Antwort kann sein „er ist zeimlich gut“ oder „er ist ziemlich schlecht“ (oder auch viele andere Antworten sind auch möglich). Das wirklich wunderbare daran ist: wenn man sich auf einen sehr kurzen Zeitraum konzentriert, dann kann man sehen, wie die eigenen Entscheidungen und Handlungen eine recht kurzfristige Wirkung auf die Situation haben können.

Treffen @ KISS am Dienstag, den 07.01.2025 (18 Uhr): Glyk-Spiel

Es gibt viele Wege nach Rom.

Es gibt auch viele Wege zum Glück.

Womit geben wir uns zufrieden?

Das ist (unter anderem) ein Thema am kommenden Treffen unserer Selbsthilfegruppe.

Quelle: „Continuous glucose monitoring and metrics for clinical
trials: an international consensus statement“ http://www.thelancet.com/diabetes-endocrinology [ Published online December 6, 2022 https://doi.org/10.1016/S2213-8587(22)00319-9 ]

Treffen @ KISS am Dienstag, den 12.11.2024 (18 Uhr): TOOR — O_O

Jede Person mit Diabetes (ob Typ 1 oder was auch immer) versucht 100% der Zeit im Zielbereich zu bleiben … aber das ist beinahe unmöglich. 😐

Vielleicht wäre 70% ein besseres Ziel — oder viellecht reicht auch 60% oder vielleicht streben wir eher 80% an. Sagen wir mal, wir wären zufrieden mit 70% — was ist mit den übrigen 30%? Ist das vollkommen egal? Nein!

Jede Person mit Diabetes muss das selber entscheiden — was möchten wir erzielen? Manche wollen Unterzuckerungen meiden, andere möchten so wenig hohe Werte wie möglich … and in der Regel gibt es sinnvolle Gründe in manchen Situationen das eine oder das andere zu bevorzugen.

Wir sollten aber nicht notwendigerweise enttäuscht sein, wenn eine Zahl ausserhalb vom Zielbereich ist. Wir sollten vielmehr überlegen, mit welchen Zahlen wir mit uns selber zufrieden sein können.