Treffen @ KISS am Dienstag, den 07.07.2026 (18 Uhr): Pseudo-Autonomie

Erstens: ich habe den Begriff „Pseudo-Autonomie“ (oder „Pseudoautonomie“?) neulich gehört, und fand diesen Begriff einfach vollkommen SUPER, wahrscheinlich weil es sich nur so anfühlte, als könnte dieser Begriff auf dem, was ich vor einiger Zeit erfahren habe, zutreffen. Also obwohl ich diesen Begriff viellleicht nur kaum andeutungsweise erahnen kann, werde ich ihn einfach vollkommen naiv benutzen, als würde ich genau wissen, worum es dabei handelt.

Quelle: https://dataconomy.com/2023/03/09/what-is-autonomous-artificial-intelligence

Ich beschreibe mal kurz, was ich neulich erfahren habe. Ich war in einem Raum, zusammen mit vier anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes, und war dabei etwas zu besprechen was mir persönlich sehr wichtig erscheint (es ging ganz grob darum, wie mit Fällen von Hypoglykämie umzugehen). Erstaunlicherweise (für mich) waren die anderen vier scheinbar alle der Meinung, dass ich Kauderwelsch reden würde (und ich war zu dem Zeitpunkt nicht im Unterzucker!). Ich habe die Sache irgendwann ganz einfach sein lassen, denn ich hatte eigentlich wenig Interesse daran mit irgendjemand darüber zu debattieren. Witzigerweise stellte sich im anschliessenden Gespräch heraus, dass all vier andere Personen schon mal ein Fall von Unterzucker erlebt haben, in denen sie nicht ohne fremde Hilfe weiterkamen (jedenfalls haben sie fremde Hilfe bekommen und haben diese auch angenommen). Haben sie in diesem Fall autonom gehandelt?

Obwohl das schon eine interessante Frage ist, ist das aber noch nicht die interessant Frage, die mir in diesem Moment vor Augen schwebt.

Was mich im Moment interessiert ist: Was ist in dieser Beziehung eigentlich das Ziel einer (bzw. unserer) Selbsthilfegruppe? Wir haben eine recht grosse Selbsthilfegruppe, wenn man betrachtet, wie viele Menschen wir schon geholfen haben, mit ihrem Typ 1 Diabetes erfolgreich selbständig leben zu können. Einige, vielleicht sogar die Mehrzahl, kommen inzwischen so gut klar mit ihrem Diabetes, dass sie nicht mehr in jedem Monat Hilfe und Unterstützung brauchen.

Vielleicht fühlen sich mancher unserer „Absolventen“ autonom. Vielleicht glauben einige Menschen, sie seien „vollkommen“ selbständig. Jedoch ist gar niemand tatsächlich vollkommen selbständig. Wir sind alle von vielen verschiedenen Umständen abhängig. Ohne Luft kann niemand atmen. [1]

Vielleicht sollte es vielmehr ein Ziel unserer Selbsthilfegruppe sein, uns darüber mehr klar zu werden, von welchen Sachen wir tatsächlich abhängig sind — und vielleicht soger sein wollen! Vielleicht sollten wir mehr darüber nachdenken, wie wir uns gegenseitig helfen können (und weniger darüber nachdenken, wie wir von einander unabhängig werden könnten).

[1] Für mehr hierzu, siehe auch „Inter-Reliance, Self-Dependence & Responsibility“ [ https://socio.business.blog/2022/12/03/inter-reliance-self-dependence-responsibility ]

Treffen @ KISS am Dienstag, den 06.01.2026 (18 Uhr): Beweglichkeit

Der Winter ist angekommen, und auch Schnee, Eis, Kälte und vieles anderes mehr …

Quelle: https://www.msn.com/de-de/wetter/topgeschichten/minus-15-grad-und-16-zentimeter-schnee-an-neujahr-wetterrekorde-in-saarland/ar-AA1To6n0

Das kann schon eine Herausforderung sein für die Beweglichkeit.

Aber wir Glyklichen sind sehr bedacht, ausserordentlich beweglich zu bleiben! 😀

Als Beispiel: Wer weis nicht zu schätzen, was unser Chef alles im Mitgliederberiech in Bewegung bringt?

Wie beweglich handeln wir im Umgang mit Diabetes? Wollen wir „fünfe gerade sein“ lassen, oder ist es besser, genau auf den Punkt zu kommen? Wie ist es, mit Hüpfen und Springen? Wer sagt, wo es lang geht?

Auch in diesen eingefrorenen Zeiten, gibt es viel Gespächsstoff — und das kommt nicht zuletzt: Austausch, Lernen, Mitteilen, Auseinandersetzen und uns gegenseitig weiter helfen! 😀

Treffen @ KISS am Dienstag, den 13.06.2023 (18 Uhr): Netzwerkpflege macht stark!

Ein Zitat aus „Resilienz für Dummies“ (von Eva Kalbheim):

Geteiltes Leid ist halbes Leid: Wer seine Sorgen und Nöte mit anderen teilt, entlastet sich ein wenig und sichert sich gleichzeitig dir Unterstützung seiner Mitmenschen. Resiliente Menschen schaffen es, anderen Menschen mitzuteilen, welche Hilfe sie brauchen — sie bitten konkret um Rat und Tat. Netzwerkpflege ist ein ständiges Geben und Nehmen. Die Rollen des Helfenden und des Hilfesuchenden wechseln sich ab. Wer Kraft in sein Netzwerk investiert und sich um andere kümmert, wird in Krisenzeiten nicht alleinstehen.

Resilienz für Dummies“ (Eva Kalbheim, 2016, S. 32) [siehe auch eva-kalbheim.de/publikationen ]